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Thema 2013

Am Sonnabend, dem 23. November 2013, fand in der Gaststätte „Zum Koppelkaten“ eine private Geburtstagsfeier statt, die es in sich hatte: Nach Angabe der Polizei feierte dort eine bekannte Größe der norddeutschen Neo-Naziszene mit einer unbekannten Anzahl von Gästen ihren 40. Geburtstag, es sollte auch ein Konzert stattfinden. Nach diesen Hinweisen der Polizei begab ich mich selbst zum Koppelkaten. Dort konnte ich wenige parkende Pkw feststellen. Meine Feststellungen teilte ich der Polizei mit. Zirka eine Stunde später wuchs die Anzahl der Fahrzeuge auf rund 20 an. Von einem Konzert war nichts zu hören.


Nun ist es ja so, dass Privatfeiern nicht bei der Gemeinde angemeldet werden müssen und ich gehe auch nicht durchs Dorf, um zu sehen, wo und was gefeiert wird. Trotzdem hat die Gemeinde ein großes Interesse an Informationen zu solchen Aktivitäten. Bereits am nächsten Tag erschien im Internet ein Artikel zu der Veranstaltung in Koberg. An sich ein informativer Beitrag der „Antifa“, entspricht ein anonymer Kommentar nicht den tatsächlichen Umständen: „Das Konzert fand trotz des Mitwissens von Bürgermeister und Polizei ohne deren Anwesenheit völlig ungestört statt…“.


Es wird der Eindruck erweckt, die Gemeinde würde hier mit der Polizei tatenlos zusehen, also die ganze Angelegenheit durch Unterlassen billigend in Kauf nehmen! Dem muss ich entschieden widersprechen! Die Rechtslage gibt hier nichts her, um eine solche Privatfeier so ohne weiteres aufzulösen. Und das Gesetz hat auch hier Gültigkeit, und das ist gut so - Demokratie heißt auch: gleiches Recht für alle! Ein klärendes Gespräch mit Fritz Brügmann ergab, dass es in Zukunft Vermietungen an Auswärtige nicht mehr geben wird.


Das Ereignis hat die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter veranlasst, Stellung zu beziehen:


„In unserem Dorf leben über 750 Menschen unter dem Leitbild einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft friedlich in gegenseitigem Respekt miteinander. Angesichts der vielfältigen Traditionen dieser Menschen sind Verständnis, Toleranz und Offenheit im alltäglichen Umgang miteinander unverzichtbar.


Wir nehmen dieses jüngste Ereignis in Koberg nicht nur mit großer Sorge, sondern mit ebenso großer Entschlossenheit zur Kenntnis. Wir werden es nicht zulassen, dass sich derart verblendete Menschen hier in Koberg ungestört treffen können und ihre Weltanschauung verbreiten, wenn auch im Verborgenen.


Rechtsradikale Gesinnung ist nicht akzeptabel - nie und unter gar keinen Umständen. Wo immer es möglich ist, muss rechtem Gedankengut mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln Einhalt geboten werden!


Jeder einzelne Bürger unseres Dorfes ist gefordert: Wachsam sein, hinschauen, nein sagen, aufklären, Vorbild sein, Zivilcourage beweisen - so lautet das Gebot unserer Zeit. Wir, die politisch Verantwortlichen in der Gemeinde Koberg, begegnen der rechten Szene ebenso geschlossen wie energisch. Wir haben aus der Geschichte gelernt, dass Demokratie Angreifern gegenüber wehrhaft sein muss. Und das schon bei ersten Anfängen.“


Gez. Smolla

- Bürgermeister -

Koberg gegen Rechtsextremismus